Naturkosmetik

Arganöl – meine 10-in-1-Wunderwaffe

Arganöl ist ein wahrer Alleskönner und kann viele Produkte, die in deinem Badezimmer stehen, mühelos ersetzen. Lust auf ein bisschen Minimalismus im Bad?

Wenn ich an Arganöl denke, erinnere ich mich jedes Mal an einen Spruch, den ich irgendwann mal auf Facebook entdeckt habe. Sinngemäß geht er etwa so:

Was Frauen im Bad brauchen: gefühlt 100 Flaschen mit Shampoo, Duschgel, Spülung, Conditioner, Moisturizer, Haarfestiger, Bodybutter,…

Was Männer im Bad brauchen: eine Flasche 25-in-1-Duschgel-Shampoo-Zahnpasta-Schuhcreme-und-Brotaufstrich in einem

Wenn wir danach gehen, bin ich definitiv ein Mann und mein 25-in-1-Produkt kommt in einer kleinen Glasflasche daher. Und das Allerbeste daran: um es zu bekommen, musst du den großen Playern der Kosmetikindustrie kein Vermögen in den Rachen werfen. Du findest es in jedem Bioladen im Speiseöl-Regal.

Zwar mag der Preis von knapp acht Euro pro 100 Milliliter erst einmal abschrecken, hochgerechnet sparst du aber Unmengen an Geld damit. Je nachdem, wofür du das Arganöl verwenden möchtest, hält es nämlich seeehr, sehr lange. Ich habe meins täglich fürs Gesicht und die Haare benutzt und bin damit ein halbes Jahr hingekommen.

Da du hier reines Öl verwendest, das nicht wie in einer Gesichtscreme mit Wasser und anderen Substanzen gestreckt ist, brauchst du davon wirklich nur ein paar Tropfen pro Anwendung. Mehr über das Thema Gesichtspflege mit Ölen habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben.

 

(Fast) 25-in1 – das kann Arganöl:

Es werden nicht ganz 25 Punkte, trotzdem ist es bemerkenswert, was man mit Arganöl alles anstellen kann. Als ich diese Liste angefertigt habe, musste ich, mit dem 25-in-1-Spruch im Hinterkopf, ein bisschen schmunzeln:

 

Gesichtscreme

Wie oben bereits erwähnt, nutze ich Arganöl als Gesichtscreme. Für mich funktioniert das sehr gut, da das Öl sehr reichhaltig ist, dabei jedoch die Haut nicht zukleistert. Ich sehe nach dem eincremen also nicht aus wie eine Speckschwarte. Die Anwendung ist denkbar einfach: Gesicht waschen, mit dem Handtuch leicht abtupfen und ein paar Tropfen Öl sanft in die feuchte Haut einmassieren. Fertig! Allerdings ist da jede Haut auch ein bisschen anders. Es kann also sein, dass Arganöl vielleicht nicht dein perfektes Gesichtsöl wird. In diesem Fall findest du aber bestimmt noch eine andere Verwendung in dieser Auflistung.

 

Körperöl

Was für’s Gesicht gut ist, kann für den Körper nicht schlecht sein. Die Funktionsweise ist genau dieselbe, wie oben beschrieben: einfach nach dem Duschen in die noch leicht feuchte Haut einmassieren. Und Achtung: du brauchst wirklich nicht viel Öl!

 

Haarkur

Wenn deine Haare und Kopfhaut zu Trockenheit neigen, kann eine Haarkur mit Arganöl wahre Wunder bewirken. Dafür spülst du zunächst deine Haare mit warmem Wasser und verteilst anschließend je nach Haarlänge eine kleine Menge Öl auf der Kopfhaut und den Haaren. Lasse die Kur mindestens eine halbe Stunde einwirken – je länger, desto besser. Wenn du eine Duschhaube hast, kannst du diese überziehen. Die Wärme, die sich darunter bildet, verstärkt die Wirkung der Haarkur und du kannst dich theoretisch auch damit schlafen legen. Anschließend die Kur sehr gut (!) mit warmem Wasser und Shampoo auswaschen.

 

Leave-in für die Haare

Gerade lockige Haare brauchen ein gewisses Extra an Pflege, was du dir ganz leicht übers Arganöl holen kannst. Nach dem Waschen einfach einige wenige Tropfen in den Längen und Spitzen verteilen, gut einarbeiten und dann die Haare trocknen – am besten an der Luft.

 

Lippenpflege

Kriegst du manchmal zwischendurch raue Lippen? Auch hier hilft ein winziger Tropfen Öl. Wenn du es in einem kleinen Behälter mit etwas Zucker mischst, kannst du daraus auch ruckzuck ein Peeling zaubern.

 

Nagelhautöl

Ich gehöre zu den Menschen mit extrem trockener Nagelhaut (jetzt mal im Ernst: warum?!). Mit Arganöl kriege ich das aber ganz gut in den Griff. Bei Bedarf verteile ich einfach einen Tropfen auf meinen Nägeln und massiere ihn sehr gut ein. Danach sollte man dann nach Möglichkeit erstmal nichts mehr anfassen.

 

Handcreme

Wenn wir schon die Nägel eincremen, dann können wir eigentlich auch der ganzen Hand mal was Gutes gönnen. Am effektivsten ist es, wenn die Hände nach dem Waschen noch leicht feucht sind. Dann einfach etwas Öl in den Handflächen verreiben und gut verteilen.
Pro-Tipp: Richtig geil wird das Ganze, wenn du dir nach dem Eincremen Baumwollhandschuhe überziehst und das Öl über Nacht einwirken lässt.

 

Notfallhilfe für trockene Hautstellen

Da Arganöl super pflegend ist, kannst du es wirklich überall dort benutzen, wo deine Haut nach Pflege schreit. Denke immer daran, die Haut erst anzufeuchten, bevor du das Öl aufträgst, weil Öl an sich keine Feuchtigkeit spenden, sondern sie lediglich einschließen kann.

 

Brotaufstrich und Salatöl

Ja wirklich, kein Witz! Arganöl ist super lecker. Vom Geschmack (und auch Geruch) erinnert es ein wenig an Olivenöl, ist aber noch einen Tacken intensiver und nussiger. Schmeckt super gut auf frisch aufgebackenem Ciabatta, oder im Salat.

 

Schuhcreme

Auch wenn es dafür eigentlich viel zu schade ist: theoretisch könntest du damit tatsächlich auch deine Schuhe, oder andere Lederwaren einfetten.

 

Okay, das waren jetzt „nur“ 10 statt 25 Anwendungen. Vielleicht fällt dir ja noch eine ein? Wofür verwendest du Arganöl am liebsten? Oder hast du ein anderes Geheimwaffenöl? Lass es mich wissen, ich bin neugierig!

Arganöl ist ein wahrer Alleskönner und kann viele Produkte, die in deinem Badezimmer stehen, mühelos ersetzen. Lust auf ein bisschen Minimalismus im Bad?

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2 Comments

  • Reply
    Jenni
    26. Juni 2017 at 10:27

    Liebe Natalie,

    dass ich auch so verknallt in Arganöl bin, weißt du ja.
    Mittlerweile probiere ich Mandelöl aus – das ist sogar noch ein bisschen günstiger (jedenfalls das von Primavera) und ich glaube, dass es meiner Haut noch einen Ticken besser bekommt. Jedenfalls fettet es noch weniger zurück (habe ich das Gefühl) – ich bin gespannt, was der Langzeittest bringen wird. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Natalie
      27. Juni 2017 at 9:02

      Liebe Jenni,
      ich glaube, ich weiß, was ich jetzt als Nächstes ausprobieren werde. Mein Arganöl ist nämlich bald leer und ich bin doch so ein Experimentiermensch. 😀
      Mandelöl habe ich mal eine Zeit lang als Badezusatz benutzt. Träumchen, sag ich dir. Ich bin sehr gespannt, was dein Langzeittest ergeben wird. <3
      Liebe Grüße,
      Natalie

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