Ernährung Wissenswertes

Gleem: Schokolade kann auch gesund

Gleem Rawnies

Ich kenne nur ganz wenige Leute, die keine Süßigkeiten mögen. (Jetzt mal im Ernst: Wie geht das?!) Ohne Schokolade wäre ich manchmal echt aufgeschmissen – und meine Mitmenschen auch, je nachdem, in welcher Laune ich mich gerade befinde. Da ich aber nicht nur auf Genuss, sondern auch auf Nachhaltigkeit achte, stehe ich nicht selten vor einem moralischen Konflikt. Die meiste Schokolade, die ich im nächstgelegenen Supermarkt finde, ist erstens mit einer Unmenge Plastik umhüllt und stammt zweitens von Konzernen, die ich lieber nicht unterstützen möchte. Da kommt Gleem genau richtig. Ich zeige dir, was sich hinter dieser Manufaktur verbirgt und wie du ihr großartiges Konzept unterstützen kannst.

Das Gesicht hinter Gleem: Anna Gliemer

Zum Glück gibt es Anna. Die sympathische Hamburgerin hat es sich auf die Fahne geschrieben, Süßigkeiten nachhaltig und gesund zu machen und hat das Start-up „Gleem“ gegründet.

Anna von Gleem

Die 26-jährige stand nämlich vor einem riesigen Dilemma: Sie liebt Süßes, verträgt aber weder Zucker, noch Gluten. Ein Umstand, der mich beim Einkaufen regelmäßig zur Verzweiflung gebracht hätte. Annas Weg aus dieser Situation: Gleem. Vor 6 Jahren begann sie, ihre Süßigkeiten einfach selbst zu machen – ohne Zucker, Gluten, oder Ei. Dass ihre Kreationen bei Freunden und Bekannten gut ankamen, erklärt sich fast von selbst und so bereitet Anna ihre schokoladigen Versuchungen seit einem Jahr nicht mehr nur für sich selbst, sondern auch für andere zu.

Gleem ist eine Raw-Food-Patisserie

Was für merkwürdige neue Wörter doch ihren Weg in unseren Sprachgebrauch finden. Ich habe mit Gleem zum ersten Mal von einer „Raw-Food-Patisserie“ gehört. Aber genau das beschreibt am allerbesten, wie Annas Kreationen entstehen: die Zutaten werden roh verarbeitet. Nur die Schokolade wird auf maximal 34°C erwärmt, um sie flüssig zu machen. Auf diesem Weg bleiben alle Nährstoffe erhalten, was das fertige Konfekt zu einer gesunden Nascherei macht.

Honigschokolade von Gleem

Für ihre Süßigkeiten verwendet Anna nur eine handvoll Zutaten – und diese in Rohkost- und Bioqualität. So kannst du sicher sein, dass du keine unnötigen Zusatzstoffe zu dir nimmst.

Die Schokoladenkreationen

Jetzt wird’s spannend: Ich stelle dir ein paar von Annas Konfekten vor. Achtung Sabbergefahr!

Gleem Rawnies

Sie sehen aus wie Brownies, schmecken mindestens genau so gut, sind aber roh: Rawnies. Alleine der Anblick lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Die Gleem Rawnies sind allesamt vegan, glutenfrei und paleo. Ihre Süße verdanken sie ausschließlich Datteln, was sie nicht nur super lecker, sondern auch gesund macht. Du wirst überrascht sein, wie süß Speisen mit Datteln werden.
Die Rawnies gibt es im Moment in drei Sorten: Double Chocolate, Hazel Hemp und Refreshing Mint. Der Hazel Hemp Rawnie besteht zum Beispiel nur aus Datteln, Kokosraspeln, Haselnüssen, Hanf, Kokosöl und 22 Karat Blattgold als Deko. Im Vergleich zur Supermarkt-Schokolade ist das doch echt überschaubar.

Gleem Hazel Hemp Rawnie

Gleem Pralinen

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man kriegt.

Ich liebe Pralinen und ich liebe das Zitat aus Forrest Gump. Leider trifft es auf die Gleem Pralinen absolut nicht zu, denn hier weißt du genau, was du kriegst: sechs rohe, gesunde Zutaten ohne künstlichen Schnickschnack!
Die Gleem Pralinen sind zum Teil vegan, zum Teil mit Honig gesüßt und in den Sorten „Monsieur Chocolat“, „Madame Coco“ und „Mademoiselle Noisette“ erhältlich.
Madame Coco besteht zum Beispiel aus: Kokosraspeln, Kakaoliquor, Honig, Kokosöl, Vanille-Salz und 22 Karat Blattgold.

Gleem Pralinen

Gleem Schokolade

Auch, wer lieber zur klassischen Schokoladentafel greift, wird bei Gleem fündig. Annas Honigschokolade hat rohe Kakaomasse, Honig und Kakaobutter als Basis. Je nach Sorte werden noch Orangenschalen, Ingwer und Zitronenschalen, oder Minzöl beigemischt. Das war’s! Mit ganzen vier Zutaten ist das eine Schokolade ganz nach meinem Geschmack.

 

Nachhaltige Gleem-Rohstoffe

Gleem ZutatenHalten wir fest: Gleem ist roh, Bio, zuckerfrei, eifrei, milchfrei, glutenfrei, teilweise vegan und kommt mit nur ganz wenigen Zutaten aus. Alleine das ist schon eine gewaltige Leistung in unserer industrialisierten Nahrungsmittelwelt. Getoppt wird das ganze trotzdem noch:

Gleem arbeitet eng mit kleinen Farmer Kooperativen aus Bali, Peru und Saudi-Arabien zusammen, welche einen Teil der Rohstoffe liefern.
Doch auch lokale Produzenten werden unterstützt: der Honig für die Gleem Schokolade wird zum Beispiel von einem Hamburger Imker bezogen. Somit werden kleine Betriebe durch die kontinuierliche Abnahme unterstützt. Gleichzeitig weiß Anna auch ganz genau, wo ihre Produkte her kommen. Davon profitieren alle: die Produzenten, Gleem als Unternehmen und wir als Konsumenten.

 

Die Gleem-Kampagne auf Startnext

Wir waren bestimmt alle schon mal in einer Situation, in der wir Hilfe brauchten.
Anna hat bis hierhin ein bewundernswertes Unternehmen auf die Beine gestellt. Um ihr Konzept in die große weite Welt hinaus zu tragen und ihre Kreationen deutschlandweit anbieten zu können, benötigt sie aber unsere Hilfe.

Da alle Arbeitsschritte in Handarbeit erfolgen, würden die Süßigkeiten bei einer Ausweitung der Produktion sehr teuer werden. Daher sollen Maschinen angeschafft werden, die die Pralinen schneiden und mit Schokolade überziehen. (Wer schonmal Pralinen selber gemacht hat, weiß, was das für eine Arbeit ist…)

Startnext ist eine Plattform, auf der Start-ups Unterstützer für ihre Ideen finden und sich darüber finanzieren können. Die Gleem Kampagne läuft noch bis zum 17.05.2016. Bis dahin sollen 56.000€ zusammen kommen.
Ab 5€ bist du als Unterstützer dabei. Die Dankeschöns für deine Spende staffeln sich je nach Höhe des Betrags. Ab 15€ bekommst du zu Beispiel drei Double Chocolate Rawnies geschenkt, ab 65€ das Schokoladen-Sortiment und ab 1.000€ gibt Anna dir und neun deiner Freunde ein Schokoladen-Seminar.
Wird die Funding-Schwelle von 13.900€ erreicht, können die Dankeschöns produziert werden. Andernfalls wird deine Spende zurück erstattet. Aber das wollen wir nicht hoffen.

Gleem_Cake Tolle Ideen verdienen Unterstützung!

Unterstütze jetzt Anna und Gleem und sichere dir ein paar ihrer leckeren Rawnies…oder Pralinen…oder Schokolade…oder alles zusammen.

Bei Fragen steht dir das Gleem-Team per E-Mail zur Verfügung.

Natalie

++Die Fotos in diesem Artikel wurden mir freundlicherweise von Gleem zur Verfügung gestellt.++

 

 

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3 Comments

  • Reply
    Grünzeug
    18. April 2016 at 21:35

    Liebe Natalie!

    Du hast absolut recht, wenn du von „Sabbergefahr“ schreibst – das sieht wirklich mehr als zum Anbeißen aus!
    Ich kannte Gleem noch gar nicht und finde es toll, dass du dem StartUp ein bisschen zu weiterer Verbreitung verhilfst – das klingt wirklich alles sehr gut. Ich liebe es, wenn Menschen mit einer Passion hinter ihrer Arbeit stehen – das sollte man wirklich unterstützen. Daher schaue ich mir das gleich einmal genauer an. 🙂

    Mich verwirrt allerdings ein bisschen die gleichzeitige Ausschreibung als „vegan“, wenn Honig in der Schokolade verwendet wird. Oder trifft das nur auf einige bestimmte Produkte zu – und einige andere sind rein pflanzlich? Oder ist die Definition von „vegan“ hier so gelagert, dass Honig miteingeschlossen ist (das ist ja auch gar nicht so selten der Fall)?

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Natalie
      18. April 2016 at 21:44

      Hallo Jenni,
      ich habe mir schon fast gedacht, dass das auch etwas für dich ist 🙂
      Ich kannte Gleem vorher auch nicht und bin erst durch einen Facebook-Post auf die Kampagne aufmerksam geworden.
      Die Ausschreibung „vegan“ trifft nur auf einige Produkte zu. Dazu gehören die Rawnies, die mit Datteln gesüßt sind und auf (ich meine) eine Sorte Pralinen. Auf der Kampagnen-Seite findest du unter „Blog“ einen Eintrag, in dem die Zutaten für jedes einzelne Produkt noch einmal aufgelistet sind. Vielleicht war das ein wenig verwirrend, weil ich immer nur jeweils ein Produkt mit Inhaltsstoffen aufgeführt habe. 🙂
      Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich dein Interesse für dieses tolle Start-Up wecken konnte.
      Liebe Grüße,
      Natalie

      • Reply
        Grünzeug
        20. April 2016 at 8:14

        Hallo Natalie!

        Ja, jetzt ist es mir klar geworden – danke dir! 🙂
        Das ist auf jeden Fall eine schöne Sache und ich hoffe, dass sie das Funding-Ziel im angestrebten Zeitraum erreichen werden – es wäre so schön!

        Liebe Grüße
        Jenni

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