Ernährung Rezepte

Mie Goreng – ein Klassiker aus Indonesien

Es gibt viele Dinge, die ich aus meinem Auslandssemester auf Bali vermisse: die Sonne, die Strände, die frischen Fruchtsäfte, die günstigen Massagen, die Nähe zum Meer…um nur einige davon nennen. Was ich bei meiner Ankunft in Indonesien nie vermutet hätte: auch das Essen fehlt mir. Ein absoluter Klassiker und an jeder Straßenecke zu haben: Mie Goreng – gebratene Nudeln.

Dieses Gericht ist so einfach, dass es schon wieder völlig genial ist – perfekt für meine Küche!
Was mich beim Einkaufen allerdings ein bisschen aufgeregt hat: Mie Nudeln. Im Ernst? Nudel Nudeln?! Nun gut, wie soll man sie auch sonst als die für Mie Goreng verwendeten Nudeln kennzeichnen…Mie heißt nämlich „Nudeln“ und Goreng „gebraten“. Das ist leider auch so ziemlich das Einzige, was ich aus dem Indonesisch-Kurs mitgenommen habe. Traurig, aber wahr.

Ich habe mich mal in die Küche gestellt und versucht, den Geschmack so hinzubekommen, wie ich ihn in Erinnerung habe. Das hat nicht ganz geklappt, kommt der ganzen Geschichte aber schon recht nahe und schmeckt auch lecker.

Pak Choi, Möhre, Paprika

Die Zutaten für Mie Goreng

für 2 Personen:

  • 1 Paprika
  • 1 große Möhre
  • 1 Pak Choi (alternativ: Mangold)
  • 1 Packung Asia Nudeln (Mie, oder Reisnudeln)
  • 2 frische Eier (am besten vom Bio-Bauern nebenan)
  • Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Sojasauce
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Chili-Pulver
  • Cayenne Pfeffer
  • Ingwer-Pulver (oder frischer, geriebener Ingwer)
  • Selleriesalz
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Vorbereitung ist bei diesem Gericht alles. Der Rest geht ganz schnell.

Koche zunächst die Nudeln gemäß Packungsanleitung. In den meisten Fällen müssen sie nur in kochendes Wasser gelegt werden und dann lediglich einige Minuten ziehen.

In der Zwischenzeit schneidest du den Knoblauch ganz fein, oder jagst ihn durch die Knoblauchpresse. Gib einen großzügigen Schuss Öl in eine große Pfanne, oder besser einen Wok und gib darauf etwa einen EL Sojasoße, den Knoblauch, und jeweils einen halben TL Ingwer, Chili, Cayenne Pfeffer und Selleriesalz.
Je nachdem, wie träge dein Herd ist, kannst du ihn jetzt schon mal anschalten. Ich habe auf einem Induktionsfeld gekocht. Das sollte jetzt lieber noch aus bleiben. 🙂

Schneide die Paprika und den Pak Choi in sehr feine Streifen. Den grünen Teil vom Pak Choi kannst du ruhig etwas grober schneiden. Von den Möhren schälst du am besten dünne Streifen mit einem Sparschäler ab.

Mie Goreng

 

Drehe jetzt den Herd volle Pulle auf und warte, bis das Öl richtig heiß ist. Dann geht’s ans Eingemachte: wirf die Nudeln in den Wok. Ich brate die gerne ein bisschen vor dem Gemüse an, da die ganzen Gewürze dann an ihnen haften. Kurz umrühren und das Gemüse dazu geben.

Innerhalb von ein paar Minuten (maximal 5) ist das Gemüse soweit, dass du den Wok vom Herd nehmen kannst. Wenn du magst, kannst du die Eier noch unterrühren und nachwürzen. Traditionell gibt es in Indonesien aber ein Spiegelei auf den Nudelberg. Das wird dann wiederum nochmal gewürzt. Die Indonesier mögen es scharf.

Tipp:

Für die vegane Alternative lässt du einfach die Eier weg und achtest darauf, dass in den Nudeln kein Ei verarbeitet wurde. Generell kannst du bei diesem Gericht viel experimentieren und verschiedenes Gemüse hinzufügen. Es eignet sich somit auch prima als Reste-Verwertung.

 

Selamat Makan! (Ich kann doch noch ein bisschen was!)

Natalie

 

>> Darf’s ein frischer Salat dazu sein?<<

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6 Comments

  • Reply
    Steffi
    9. Mai 2016 at 14:28

    Liebe Natalie,
    irgendwie bin ich gerade über Deinen Blog gestolpert und gleich bei diesem Post hängengeblieben 🙂 Ich liebe Mie goreng auch und Nasi goreng fast noch etwas mehr…! Und es ist immer wieder spannend, neue Rezepte auszuprobieren, ich probiere mich auch zur Zeit ein bisschen an (und in) der indonesischen Küche aus.
    Viele Grüße!
    Steffi

    • Reply
      Natalie
      10. Mai 2016 at 9:48

      Liebe Steffi,
      es freut mich total, dass du dich auf meinen Blog verirrt hast und dir mein Beitrag so gut gefällt. 🙂
      Mir ist damals auf Bali die Entscheidung zwischen Mie und Nasi Goreng auch immer sehr schwer gefallen. Beides ist wirklich wahnsinnig lecker – und dabei so wunderbar einfach zuzubereiten.
      Ich schwelge auf deinem Blog gerade ein bisschen in Erinnerungen. Mir fehlt Indonesien irgendwie sehr in letzter Zeit.
      In Yogyakarta war ich übrigens auch schon. Mein Freund und ich haben uns eine kleine Auszeit vom Semester auf Bali genommen und haben ein paar Ecken auf Java erkundet. Es war total angenehm, mal nicht von Tourismus erschlagen zu werden. 🙂
      Liebe Grüße,
      Natalie

  • Reply
    Jenni
    21. April 2016 at 20:28

    Liebe Natalie!

    Dein Gericht erinnert mich wieder einmal daran, dass ich mich doch auch endlich einmal näher mit der asiatischen Küche beschäftigen wollte!
    Ich doktore bisher noch (mit großer Freude) an der mediterranen und türkisch-arabischen Küche herum und habe es noch wirklich nie geschafft, eine schöne Asia-Pfanne, geschweige denn Mie Goreng zuzubereiten. Das schaut aber so einfach und lecker aus, dass ich am Wochenende unbedingt daran denken muss, diese Nudeln einzukaufen. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Natalie
      21. April 2016 at 20:43

      Hey Jenni,
      es freut mich total, dass ich dich mit meinem Rezept inspirieren konnte. Ich liebe es einfach, wenn Essen schnell, frisch und lecker zugleich ist. Und das ist hier definitiv der Fall. Und es hängen so viele tolle Erinnerungen daran.
      Ich gespannt, was du daraus machst. 🙂
      Liebe Grüße,
      Natalie

  • Reply
    apearloftheorient
    21. April 2016 at 18:50

    Ich LIEBE Migoreng. Hast du schon mal die Migoreng instant noodles probiert? Die sind halt nicht frisch gemacht aber schmecken auch super lecker! Könnt die jeden tag essen!

    Super blogpost! 🙂
    Lg,
    Josie

    http://www.apearloftheorient.com

    • Reply
      Natalie
      21. April 2016 at 19:50

      Dankeschön 🙂
      Instant Nudeln habe ich im ersten und zweiten Semester immer in der Klausurzeit gefuttert. Mittlerweile versuche ich aber, soweit es geht, auf Fertigprodukte zu verzichten. 🙂
      Liebe Grüße,
      Natalie

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