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Omas Vanillekipferl in vegan

Vanillekipferl sind für mich ein Stück Familiengeschichte. Ich habe dieses Jahr eine vegane Version gebacken, auf die meine Uroma stolz wäre.

Weihnachten und Plätzchenbacken gehören für mich schon immer zusammen. Als ich noch in meiner Heimat gewohnt habe, war es jedes Jahr das absolute Highlight, mit meiner Schwester zusammen Oma zu besuchen und zusammen Plätzchen zu backen – scheißegal, wie alt wir waren.
Ich erinnere mich immer gerne an die warme Küche, den Duft von Vanille und Zimt, das Gematsche im Plätzchenteig und die super zarten Vanillekipferl, die zerbrachen, wenn man beim Wenden derselben in Puderzucker nicht vorsichtig genug war.

Vanillekipferl waren für mich schon immer etwas ganz Besonderes, meine absoluten Lieblingsplätzchen und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich sie Jahr für Jahr backe, auch wenn ich dabei nicht mehr mit meiner Schwester in Omas Küche stehe und auf einem Stuhl knie, um den Teig besser ausrollen zu können. Vanillekipferl sind für mich nicht nur der Inbegriff von Weihnachten, sondern auch von Gemütlichkeit, Familie und Nähe. Und noch dazu schmecken sie wirklich fabulös!

Vanillekipferl sind für mich ein Stück Familiengeschichte. Ich habe dieses Jahr eine vegane Version gebacken, auf die meine Uroma stolz wäre.

Ein weiterer Grund, warum die kleinen Hörnchen so eine besondere Rolle haben, mag auch ihr Rezept sein. Das steht bei Oma in einem uralten, handgeschriebenen Rezeptbuch, in altdeutscher Schrift, zwischen verblichenen Zeilen auf mittlerweile vergilbtem Papier, dessen Fettflecken und Teigspritzer davon zeugen, dass es viele, viele Jahrzehnte lang in Benutzung war und immer noch ist. Ich liebe dieses Buch mit dem zerfetzten Rücken, seinen losen Seiten und der geschwungenen Schrift darin. Meine Uroma hat es vor langer Zeit angelegt. Das Rezept für die Vanillekipferl stammt noch von ihrer Mutter.

Mit den Plätzchen backe ich also jedes Jahr ein kleines Stück Familiengeschichte.

 

Trotzdem habe ich dieses Jahr eine Anpassung im Rezept vorgenommen, die ich aus verschiedenen Gründen für nötig gehalten habe. Ich habe es veganisiert.
Und das war gar nicht so schwer, da Butter der einzige tierische Bestandteil der Vanillekipferl war. Auch ohne Butter sind die Kipferl noch wunderbar zart und brechen leider auch noch genau so schnell, aber das gehört doch irgendwie auch dazu.

 

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Vegane Vanillekipferl, wie von Oma
Vanillekipferl sind für mich ein Stück Familiengeschichte. Ich habe dieses Jahr eine vegane Version gebacken, auf die meine Uroma stolz wäre.
Menüart Süßes
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
Bleche
Zutaten
  • 250 g Weizenmehl
  • 70 g Zucker
  • 100 g Mandeln, oder Haselnüsse gemahlen
  • 200 g Kokosfett weich, desodoriert
  • 250 g Puderzucker
  • 2-3 TL Vanille gemahlen
Menüart Süßes
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
Bleche
Zutaten
  • 250 g Weizenmehl
  • 70 g Zucker
  • 100 g Mandeln, oder Haselnüsse gemahlen
  • 200 g Kokosfett weich, desodoriert
  • 250 g Puderzucker
  • 2-3 TL Vanille gemahlen
Vanillekipferl sind für mich ein Stück Familiengeschichte. Ich habe dieses Jahr eine vegane Version gebacken, auf die meine Uroma stolz wäre.
Anleitungen
  1. Mehl, Zucker, Mandeln (oder Nüsse) und einen TL des Vanillepulvers in einer Rührschüssel miteinander vermischen.
  2. Das Kokosfett im Wasserbad, oder in der Mikrowelle erwärmen, bis es größtenteils flüssig ist und mit in die Schüssel geben.
  3. Jetzt kommt der spaßige Teil: Alles mit den Händen vermischen und verkneten, so dass ein glatter Teig entsteht, den du zu einer relativ formbeständigen Kugel formen kannst. Spaßbremsen benutzen ein Rührgerät und Knethaken. 😉
  4. Wenn der Teig zu flüssig ist, gib noch etwas Mehl hinzu, wenn er zu trocken ist, etwas mehr Kokosfett. Forme eine hübsche Kugel aus dem Teig und lasse ihn etwa eine halbe Stunde an einem relativ kühlen Ort ruhen. (Der Kühlschrank ist nicht optimal, da das Kokosfett und somit auch der Teig knüppelhart werden. Schon getestet!)
  5. Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze, oder 160°C Umluft vor. Knete den Plätzchenteig noch einmal gut durch und forme dann kleine Hörnchen daraus, die du vorsichtig aufs Backblech legst. Und dann geht's auch schon ab in den Ofen.
  6. Ich habe gemerkt, dass die Backzeit, je nach Ofen und Größe der Kipferl stark schwankt. Schau am besten ab und zu mal nach ihnen. Wenn sie goldig-bräunlich werden, kannst du sie rausnehmen.
  7. Mische den Puderzucker mit dem restlichen Vanillepulver (je nach Geschmack kannst du auch noch etwas mehr hinzufügen).
  8. Lasse die Vanillekipferl etwa 5 Minuten abkühlen. Nimm sie dann vorsichtig (und damit meine ich verdammt vorsichtig) vom Blech und lege sie in den Puderzucker. Am besten nimmst du dafür ein Messer, das du von außen am Bogen der Kipferl ansetzt. Verbuddle die Plätzchen im Puderzucker, drücke ihn vorsichtig etwas an und befreie sie dann wieder. Zum Abkühlen kannst du sie nebeneinander auf Tellern verteilen.
  9. Gut abkühlen lassen und vorsichtig genießen!

Hinweis

Die Vanillekipferl werden etwas fester (und stabiler), je kühler du sie lagerst. Wie den Teig auch, würde ich sie aber lieber nicht in den Kühlschrank stellen.

 

Vanillekipferl sind für mich ein Stück Familiengeschichte. Ich habe dieses Jahr eine vegane Version gebacken, auf die meine Uroma stolz wäre.

 

Wenn du deine Plätzchen etwas gesünder gestalten willst, kannst du auch statt Weizenmehl, Dinkelmehl benutzen und den Zucker durch die gleiche Menge Birkenzucker ersetzen (gibt’s auch als Puderzucker). Das schmeckt genau so gut. In jedem Fall solltest du aber etwas Zeit fürs Backen einplanen. Omas Vanillekipferl sind nichts, was man einfach mal so schnell nebenbei macht. Aber genau das ist doch das Schöne an der Weihnachtszeit: alles passiert in gemächlicherem Tempo, umso achtsamer und mit ganz viel Liebe.

Was ist dein liebstes Plätzchenrezept und warum? Lass mir gerne deine persönliche Plätzchenstory in den Kommentaren hier. 🙂

Natalie

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