Ernährungswissen Rezepte

Regionales Superfood: Bärlauch + Rezept für Bärlauchpesto

Von März bis Mai ist Bärlauch-Saison! Das Wildgemüse ist ein wahres Kraftpaket, vollgestopft mit verschiedenen Vitalstoffen. Ein paar Tipps zur Sammlung und ein Rezept für ein super einfaches Pesto aus Bärlauch und Cashewkernen.

Jedes Jahr aufs Neue fiebere ich der Bärlauchsaison (okay, und der Erdbeer-, der Spargel- und der Grünkohlsaison) entgegen. Dabei kenne ich das Wildgemüse noch gar nicht so unfassbar lange. Man könnte also sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Mit seinem würzigen Geschmack, der etwas an Knoblauch erinnert, verleiht Bärlauch vielen Gerichten einen milden Schärfekick, den ich (als Schärfe-Sissi) sehr mag.

Bärlauch wächst ab März an schattigen Stellen mit feuchtem Boden – also vorzugsweise im Wald. Die Saison endet leider schon relativ kurz danach im Mai, da die Blätter nach der Blüte des Bärlauch ihr Aroma verlieren. Es ist also ein bisschen Eile geboten.

 


Superfood Bärlauch – das kann er


Warum das Wildgemüse nach dem Bären benannt ist, darüber wird immer noch spekuliert. Bedenkt man allerdings einmal, was alles im Bärlauch drin steckt, kommst man schnell zu dem Schluss, dass er ein wahres Kraftpaket ist.
Kleine Anekdote am Rande: Im Zuge meiner Recherchen bin ich immer wieder auf Geschichten gestoßen, in denen Bären die Blätter tatsächlich nach ihrem Winterschlaf verzehrt haben sollen. Vielleicht um schnell wieder zu Kräften zu kommen? Die Vorstellung ist auf jeden Fall irgendwie süß.

Fakt ist, dass das Wildgemüse eine (bären-)starke Kombination aus Vitalstoffen enthält. 100 Gramm Bärlauch enthalten zum Beispiel 150 mg Vitamin C, 200 µg Vitamin A und 2,87 mg Eisen. Er wirkt außerdem appetitanregend, cholesterinsenkend und gefäßerweiternd und dämmt Gärprozesse im Darm ein, was ihn zu einem exzellenten Helfer bei Blähungen macht.

Aufgrund seiner Vitalstoffkombination wirkt er vitalisierend auf den gesamten Körper und kann dabei helfen, die mittlerweile wieder um sich greifende Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen.

 


Bärlauch wild sammeln


Ab März kann man Bärlauch auf Wochenmärkten und auch in vielen Supermärkten kaufen. Etwas besonderer wird das Kocherlebnis aber, wenn man den Bärlauch vorher selbst im Wald gesammelt hat. Zum einen ist er dann viel frischer, zum anderen hat man eine viel wertschätzendere Haltung zu seinem Essen, wenn man die Zutaten dafür selbst geerntet hat.

Beim Sammeln ist jedoch Vorsicht geboten. Die Blätter der hochgiftigen Herbstzeitlosen und die der Maiglöcken sehen denen des Bärlauch sehr ähnlich. Die solltest du echt auf keinen Fall essen! Wenn du dir nicht sicher bist, ob du gerade was zu Futtern oder etwas potentiell Ungesundes vor dir hast, kannst du einfach ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben. Riecht es nach Knoblauch, ist es Bärlauch. Das funktioniert allerdings nur so lange, bis deine Finger den Bärlauchgeruch angenommen haben.

Weitere Infos, wie du Bärlauch vom giftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen unterscheiden kannst, gibt es in diesem Artikel.
Wenn du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du ihn aber auch einfach beim Marktverkäufer deines Vertrauens erwerben.


Mein Lieblingsrezept: Bärlauchpesto


Zugegeben: besonders kreativ bin ich mit meinem Rezept nicht. Pesto ist eine der beliebtesten Verarbeitungsformen von Bärlauch. Aber es ist nun mal so unfassbar lecker!
Meistens esse ich das Pesto ganz klassisch zu Vollkornnudeln (wenn ich es nicht schon vorher aus dem Mixgefäß löffle). Es ist aber auch ein toller Dip für Kartoffelspalten, peppt jeden Salat und jedes Sandwich auf oder lässt sich als Würzpaste unter Gemüsepfannen mischen.

Und bevor ich jetzt in Lobgesänge auf diesen herrlichen Gemüsebrei ausbreche, kommt hier ohne weitere Umschweife das Rezept:

 

Easy Peasy Bärlauchpesto

Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 50 g frischer Bärlauch
  • 50 g Cashewkerne eingeweicht
  • 1 TL Salz
  • 1-2 EL Hefeflocken
  • 4-6 EL Olivenöl

Anleitungen

  1. Am besten weichst du die Cashewkerne mindestens zwei Stunden vor der Zubereitung (oder über Nacht) ein. Wenn du keine Zeit dafür hast, oder das Pesto spontan zubereiten möchtest, kannst du sie auch einfach mit heißem Wasser übergießen und ein paar Minuten stehen lassen.
  2. Gib alle Zutaten in ein hohes Gefäß und püriere alles so lange mit dem Pürierstab (alternativ kannst du alles auch in einen Mixer oder eine Küchenmaschine schmeißen), bis keine großen Bärlauch- oder Cashewstücke mehr darin sind und du eine pestomäßige Konsistenz hast. Sollte sich das Zerkleinerungsgerät deiner Wahl an den Zutaten verschlucken, gib einfach noch ein bisschen mehr Öl hinzu. Fertig!

Wie bereitest du Bärlauch zu? Ich bin gespannt auf deine Rezeptinspiration!

 

Von März bis Mai ist Bärlauch-Saison! Das Wildgemüse ist ein wahres Kraftpaket, vollgestopft mit verschiedenen Vitalstoffen. Ein paar Tipps zur Sammlung und ein Rezept für ein super einfaches Pesto aus Bärlauch und Cashewkernen.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.