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Es ist nicht nur okay, sich selbst zu lieben, sondern absolut notwendig

Im Januar habe ich an der Rise up and Shine Uni, dem Coachingprogramm von Laura Seiler teilgenommen und komme immer noch nicht aus dem Staunen heraus, wie sehr sich mein Leben seitdem gewandelt hat.

Ich bin von Deutschland nach Spanien gereist, einen Monat später wieder zurück, habe Ideen gesammelt und Projekte angestoßen und bin gerade dabei, meine nächste Station zu planen.

Vor allem aber habe ich einiges über mich selbst gelernt und eine längst vergessene Fähigkeit weiterentwickelt. Ich habe wieder angefangen, mich selbst wertzuschätzen und zu lieben – bedingungslos mit all meinen Ecken und Kanten.
Ich habe gelernt, was ich für Werte in meinem Leben vertreten möchte, wie ich ihnen treu bleibe und wie mein Leben aussehen kann, wenn ich nach ihnen lebe.

Ich habe auch gelernt, dass es für ein Leben nach meinen Werten und Vorstellungen nötig ist, mich von alten Glaubensmustern und den Vorstellungen anderer zu lösen und dass es dabei passieren kann, dass ich anderen vor den Kopf stoße.

In meiner Familie zum Beispiel ist Selbstliebe irgendwie schon immer negativ konnotiert gewesen. Ausdrücke wie „So ein selbstverliebter Arsch“ gegenüber fremden Menschen, die selbstbewusst ihren eigenen Wert vertreten haben, waren keine Seltenheit. Ich habe also relativ früh gelernt, dass Selbstliebe etwas Negatives ist und dass es normal ist, sich selbst für alles Mögliche zu kritisieren.

Oft sind uns diese frühen Prägungen gar nicht mehr so richtig bewusst. Sie sind ein so fester Bestandteil unseres Alltags, dass wir einfach mit (und nach) ihnen leben.
Dass wir uns damit unnötig das Leben schwer machen, sehen wir dabei gar nicht.

Ich weiß gar nicht, wann ich eigentlich angefangen habe, mir meiner Gedanken und Glaubenssätze bewusst zu werden. Wahrscheinlich war es eine schleichende Entwicklung, die sich dadurch intensiviert hat, dass ich, seit ich mit 18 zu Hause ausgezogen war, immer viel unterwegs war und mit den verschiedensten Menschen Kontakte geknüpft habe. Dadurch habe ich Sichtweisen kennengelernt, die sich extrem von meinen unterschieden und durfte erkennen, dass auch sie ihre Berechtigung haben.

Selbstliebe ist etwas, das viele von uns verlernt haben, dabei ist sie so wichtig - für uns und unser Zusammenleben.

Irgendwann fing ich dann an, meine Sichtweisen zu hinterfragen und entdeckte neue, die viel besser zu mir passten. Das ist das Tolle am Leben: Wir können uns aussuchen, wie wir es leben möchten und uns die Werte, Sichtweisen und Glaubenssätze aussuchen, die am besten zu uns passen.
Nichts ist in Stein gemeißelt und Überzeugungen, die uns und unseren Werten nicht mehr entsprechen, können gegen neue ausgetauscht werden.

Genau das habe ich mit der Rise up and Shine Uni (kurz: RUSU) gemacht: Ich habe meine blockierenden Glaubenssätze aufgelöst und sie durch neue ersetzt. Statt mich weiterhin ständig zu kritisieren und mich für Misserfolge runterzumachen, gehe ich liebevoll mit mir um – wie mit einer guten Freundin.

Du würdest deine beste Freundin doch auch nicht zur Schnecke machen, weil sie beim Einkaufen das Olivenöl vergessen hat, oder?

Genau so dürfen wir auch mit uns selbst umgehen, denn am Ende des Tages bist du der Mensch, mit dem du die meiste Zeit deines Lebens verbringst. Wäre doch furchtbar anstrengend, wenn diese Zeit von Missgunst und Angst beherrscht würde. Denn eins ist sicher: Von dir selbst kannst du, im Gegensatz zu anderen Menschen, keinen Abstand nehmen.

Wenn du bisher immer negativ über dich selbst gedacht hast, kann es schwierig sein, einen Punkt zu finden, an dem du ansetzen kannst.
Vielleicht hilft dir diese kleine Visualisierungsübung:

Stell dir vor, du würdest dich selbst von außen sehen, wie du deinen Alltag lebst. Wofür würdest du dich bewundern? Worauf wärst du stolz? Wann würdest du dir gerne Hilfe anbieten und in welcher Form?

Stell dir außerdem die folgenden Fragen und halte deine Antworten schriftlich fest:

  • Was sind deine unumstößlichen Werte, nach denen du dein Leben gestalten möchtest? Was ist dir wichtig?
  • Wie kannst du diese Werte bereits jetzt in deinen Alltag integrieren?

Auf diese Weise bekommst du vielleicht schon mal einen groben Eindruck davon, wer du bist, was dich einzigartig macht und wie liebenswert du eigentlich bist.

Wenn du gerne die Rise up and Shine Uni machen möchtest, kannst du dich auf der Homepage informieren, wann das Programm wieder startet.

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1 Comment

  • Reply
    Petra Ruschke
    28. Februar 2019 at 14:47

    Liebe Natalie,
    ich habe mir die Zeit genommen und mich mit Deiner Webseite vertraut gemacht. Der Artikel vom 21.02.19 hat mir besonders gut gefallen und ich kann Dir auch aus beruflicher Sicht (meiner Tätigkeit im Bereich Neurologie und Psychiatrie) in einigen Punkten sehr beipflichten. Ich habe gelernt, dass es das Wichtigste ist, dann man sich selber “gut leiden” kann. Erst dann ist man in der Lage, positiv in jeden neuen Tag zu starten und besser mit Konfliktsituationen umzugehen. Erst wenn ich verinnerlicht habe, dass ich nicht da bin, um es allen anderen Recht zu machen, kann ich mich um mich kümmern. Mit diesem Motto gelingt es mir gut, auch mit schwierigen Situationen fertig zu werden und meinen Alltag zu meistern. Deine Formulierung, dass man gut zu sich selbst sein solllte, passt da gut dazu. Ich bin z. B. gut zu mir, wenn ich mir trotz stressigen Alltages Zeit für mich nehme, Rad fahre, Schwimmen gehe oder es mir mit einem guten Buch auf der Couch bequem mache.
    Insgesamt gefällt mir Deine Seite sehr gut. Ich wünsche dir weiter gutes Gelingen für dieses “Projekt”!
    LG Petra Ruschke

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