Yoga & Atmung

Play Yoga – Kinderleicht und tierisch gut [Rezension]

Als ich angefangen habe, Yogaunterricht zu nehmen, kam es ziemlich häufig vor, dass ich während der Stunde dachte: “Ach witzig, sowas hab ich früher als Kind auch oft gemacht.”
Mittlerweile habe ich mir dieses Kindliche komplett zurück in die Yogapraxis geholt. Ich probiere aus, was sich gerade richtig anfühlt, experimentiere und spiele mit verschiedenen Positionen.

Andersherum ist es aber auch so, dass festgestellt wurde, wie gut es Kindern tut, wenn sie Yoga praktizieren. Das bewusste Üben und kurze Halten der Positionen verhilft nämlich nicht nur Erwachsenen zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Yoga kann Kindern auch dabei helfen, ein besseres Körpergefühl zu erlangen und das Selbstvertrauen zu stärken. Als Kind mit einem relativ kleinen Selbstwertgefühl, finde ich das enorm wichtig.


Ein Yogabuch für Kinder

Lorena Pajalunga hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern Yoga näher zu bringen. (Okay, streng genommen hat ihr Yogameister ihr diese Aufgabe gegeben.) Deshalb unterrichtet sie nicht nur Yoga am Institut für Körperpädagogik in Mailand, sondern hat auch die Associazione Italiana Yoga per Bambini (AIYB) gegründet, die mit Hilfe verschiedener Programme dafür sorgen möchte, dass schon die Jüngsten mit Yoga in Berührung kommen.

Außerdem hat sie ein Buch geschrieben – ein ganz Fantastisches, das ich zwischendurch immer mal wieder durchblättere, weil die Illustratorin Anna Láng es mit so wunderschönen Bildern versehen hat.

Play Yoga – Kinderleicht und tierisch gut* verdeutlicht, wie der Titel es schon vermuten lässt, die Brücke zwischen Yoga und Spiel auf eine kindgerechte Art. Dabei ist es aber kein Buch, das man seinem Kind einfach in die Hand drückt und dann sich selbst überlässt. Vielmehr lädt es dazu ein, mit ihm gemeinsam Geschichten zu erfinden und zu spielen.

Um Yoga schon den Kleinsten nahe zu bringen, hat Lorena Pajalunga ein ganz wunderbares Buch geschrieben. Play Yoga ist aber auch für erwachsene Yogis eine Bereicherung.


Bunt und anschaulich – der Aufbau des Buches

Play Yoga beginnt mit einem Vorwort der Autorin, das den Eltern erklärt, wie wichtig es für Kinder ist, zu spielen und wie intuitiv sie dabei vorgehen. Es ermutigt außerdem zum gemeinsamen Üben und Spielen – ein Punkt den ich persönlich sehr wichtig finde.

Auf den nachfolgenden Seiten widmet sich jeweils eine Doppelseite einer bestimmten Yogaposition. Alle abgebildeten Asanas sind Tieren nachempfunden. Auf der linken Seite befindet sich neben der bebilderten Anleitung für die Ausführung auch ein kleiner Impuls, der es ermöglicht, noch besser in die Rolle des Tieres zu schlüpfen. So können die Kinder sich “stark wie ein Elefant”, “nachdenklich wie eine Schildkröte” oder “frei wie eine Möwe” fühlen.

Auf der jeweils rechten Seite befindet sich eine große Illustration, die nicht nur die Yogahaltung an sich demonstriert, sondern auch das Tier abbildet, von dem die Asana inspiriert ist.


Kinderleicht und tierisch gut – auch für erwachsene Yogis

Als ich mir überlegt habe, eine Rezension über Play Yoga zu schreiben, dachte ich, ich würde das Buch anschließend an eine Person mit Kind weiterverschenken. Als ich es allerdings auspackte, wurde mir sofort klar, dass das nicht passieren würde – nicht, weil ich nicht gerne teile, sondern einfach weil ich so gerne darin blättere.

Und weil ich denke, dass es auch für Erwachsene eine wundervolle Inspiration sein kann. Wann nehmen wir uns schon mal die Zeit, zu spielen, in Tagträumen zu versinken und einfach mal wieder Kind zu sein? Gerade wenn es im Leben mal wieder turbulent zugeht, kann es durchaus hilfreich sein, sich mutig wie ein Löwe oder gelassen wie eine Schildkröte zu fühlen. Und wenn man das auf der Yogamatte schafft, dann kriegt man das auch im Alltag hin.

In diesem Sinne: Play hard und Namasté

Um Yoga schon den Kleinsten nahe zu bringen, hat Lorena Pajalunga ein ganz wunderbares Buch geschrieben. Play Yoga ist aber auch für erwachsene Yogis eine Bereicherung.

 

Transparenz:
Das Exemplar von Play Yoga wurde mir vom J.P. Bachem Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt, was allerdings keinen Einfluss auf meine Meinung genommen hat.
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