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Yoga, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit – ich brauche ein Update

Yoga, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit – ich brauche ein Update

In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich mich frage, worüber ich hier eigentlich schreiben möchte und ob das zum Thema dieses Blogs passt. Manchmal versuche ich krampfhaft, mir zu gewissen Themenbereichen etwas aus dem Ärmel zu schütteln und gebe dann kurze Zeit später auf, weil ich weiß, dass das sowieso nichts bringt. Zu anderen Themen wiederum würde ich liebend gerne etwas schreiben, lasse es aber bleiben, weil ich der Meinung bin, dass sie hier nichts verloren haben.

Und dann denke ich mir, dass es das doch eigentlich nicht sein kann. Ich habe diesen Blog gestartet, damit ich das, was mich bewegt mit anderen teilen kann. Warum zur Hölle limitiere ich mich dann so? Das hier ist mein persönlicher Spielplatz!

Vor Kurzem habe ich mich also hingesetzt und überlegt, woher es kommt, dieses Gefühl, mich mit meiner Themenauswahl einschränken zu müssen und tatsächlich ist der Grund so offensichtlich, dass er einen schon im Header dieser Seite anspringt: “Yoga & Green Lifestyle”. Nicht dass es hier bisher nicht um genau diese Themen ging, aber ich finde, es geht eigentlich um sehr viel mehr als das. Ich bin keine Yogalehrerin, ich unterrichte nicht und werde höchstwahrscheinlich auch keine Übungsfolgen hier teilen bis ich nicht eine fundierte Ausbildung gemacht habe. Deswegen wird Yoga ersetzt – und zwar durch Achtsamkeit.

Der Grund ist relativ simpel: Heutzutage wird Yoga kaum mehr als die Philosophie wahrgenommen, die es eigentlich ist. Wenn man irgendwo das Wort Yoga hört, denkt man automatisch an brezelartige Figuren, die von schlanken, gelenkigen Frauen auf einer Naturkautschuk-Matte ausgeführt werden. Darum geht es mir aber gar nicht. Mir geht es um das, was abseits der Yogamatte passiert – der veränderte Blick auf den Alltag, das Wahrnehmen von Kleinigkeiten, die Freude bereiten, das Um-Sich-Kümmern, das tiefe Durchatmen vor dem Sturm, aber auch das Hinsehen und das Sich-Einsetzen, wenn anderen Ungerechtigkeit widerfährt.


Für all das brauchen wir Achtsamkeit und Empathie.


Und darum soll es hier gehen: um Wege und Tools, wie wir sie a) trainieren und b) einsetzen können – sowohl in Bezug auf uns als auch auf andere. Und dann ist der Weg zu mehr Nachhaltigkeit nur der nächste logische Schritt, denn wir brauchen Achtsamkeit, um uns der Missstände in unserer Gesellschaft bewusst zu werden und wenn wir die einmal erkannt haben, können wir im Grunde gar nicht mehr anders als hinzusehen und selbst aktiv zu werden.

Auf meinem persönlichen “Nachhaltigkeitsweg” ist mir aber auch klar geworden, dass ich nicht immer aktiv sein, nicht immer laut sein, nicht immer leisten kann. Oft war ich an einem Punkt, an dem mein Körper und meine Psyche gesagt haben: “Bis hierhin und nicht weiter! Wir brauchen jetzt erstmal eine Pause!”
Manchmal ist es verdammt schwer, eine gesunde Balance zwischen Sich-Einsetzen und Sich-Ausruhen zu finden. Dabei sind diese Pausen verdammt wichtig, denn nur, wenn wir selbst seelisch und körperlich gesund sind, können wir uns voll und ganz für Größeres einsetzen. Auch dafür braucht es – wer hätte es gedacht – Achtsamkeit.

In meiner Welt gehen also Nachhaltigkeit und Achtsamkeit (mit sich selbst und mit anderen) Hand in Hand und das möchte ich auch auf meinem Blog weitertragen. Deshalb kriegt nicht nur der Header demnächst ein kleines Update, sondern auch der Rest der Seite. Wie ich mich kenne, wird das ein etwas längerer Prozess werden, aber ich weiß, dass ich mich damit besser fühlen werde. Und ich hoffe, du findest das auch nicht völlig kacke.

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